Aktuelles

Kirchentag in Nürnberg07.06.
JETZT ist die ZEIT (Mk 1,15)
- Gemeinsame Fahrt zum Kirchentag in Nürnberg!

Vom 7. bis 11. Juni 2023 findet der Deutsche Evangelische Kirchentag in
Nürnberg statt. Das Amt für Jugendarbeit unseres Kirchenkreises organisiert wieder eine gemeinsame Fahrt dorthin. Wir reisen mit dem Bus nach Nürnberg und zurück und werden die Nächte in einer der gastfreundlichen Schulen vor Ort verbringen. Ein Frühstück gehört jeden Morgen dazu. Ansonsten erfolgt die Verpflegung in Eigenverantwortung. Anmeldungen für unsere gemeinsame Fahrt sind ab dem 1. Advent beim Amt für Jugendarbeit möglich. Der Teilnahmebeitrag steht aktuell noch nicht fest; es wird auch ermäßigte TN-Beiträge geben. Mehr Informationen finden Sie demnächst auf unserer Website und in Ihrem nächsten Gemeindebrief.
Matthias Bruns und Michael Finzel

Was ist Kirchentag?
Kirchentag ist ganz dicht dran an den Menschen, an  Politiker*innen, Wissenschaftler*innen, Geistlichen und Aktivist*innen. Es geht um die Gestaltung der Einen Welt, um Fragen zu Theologie und Spiritualität. Wir feiern Gemeinschaft und Großgottesdienste über Grenzen hinweg, wir feiern ein Fest des Glaubens und der gesellschaftlichen Verantwortung. Mit über 700 Kultur Veranstaltungen ist der Kirchentag ein buntes Festival für alle.
Das Programm ermöglicht geistliches Leben, belebt den politischen Diskurs, ermutigt zum Glauben und hinterfragt die eigenen Positionen durch Diskussion, Begegnung und gemeinsames Feiern. Es ist all das zusammen: die Diskussionen, die einzigartige Atmosphäre, die Bibelarbeiten und Gottesdienste, die Konzerte und kreativen Ideen. Es sind die Menschen, die den Deutschen Evangelischen Kirchentag so besonders machen. Ein Forum, das es ermöglicht, sich in aktuelle Themen einzumischen – direkt und vor Ort mit den richtigen Verantwortlichen. Ein Raum, der Platz bietet für neue Ideen, für ein Weiterdenken in alle Bereiche des Lebens hinein, der Menschen zusammenbringt, die Möglichkeit gibt, zu hinterfragen – und gemeinsam Kraft zu schöpfen. [www.kirchentag.de]
Rückblick: Mitarbeitenden Schulung in Oldau01.10.
In der ersten Woche der Herbstferien ging es für 62 Mitarbeitende der CVJMs des KV Bünde und der evangelischen Jugend Bünde Ost sowie 16 Referierende unter der Leitung von Niklas Niedermeier nach Oldau (Hambühren). Im Anne-Frank-Haus fand dort die alljährliche Mitarbeitendenschulung statt.
Am Freitagabend traf bereits ein Vortrupp ein und bereitete schon Samstagmorgen die Seminarräume und den großen Saal vor und rüstete alles mit der Technik aus, sodass alle am Samstagmittag entspannt ankommen konnten.
Nachdem sich die zwei Grundkurse, der Aufbaukurs, der Aufbaukurs plus und die zwei Leiterkurse zusammengefunden hatten, wurde die Woche mit dem Eröffnungsgottesdienst eingeleitet.
 
Am Sonntag ging es direkt mit der inhaltlichen Arbeit los, nachdem sich die Kurse bei den Teamgames noch besser kennengelernt hatten. Jeden Tag standen bis zu drei 75 Minuten lange Einheiten auf dem Stundenplan. Die unterschiedlichen Kurse haben verschiedene Schwerpunkte, die teilweise aufeinander aufbauen. Im Vordergrund stehen dabei Bibelkunde und kreative Formen der Verkündung, Erlebnispädagogik, Gesprächsführung und Seelsorge, Gruppendynamik, Konfliktmanagement, Rechtskunde, Rollenbild Mitarbeitende und Spielpädagogik. Außerdem fand an jedem Morgen entweder eine Dialog-Bibelarbeit statt oder man konnte sich beim Bibelarbeitsbasar für ein spezielle Bibelarbeit entscheiden.
Am Montagabend wurden die Gruppen sogar für eine Seminareinheit gemischt und jeder konnte sich beim Seminarbasar für eine für sie oder ihn persönlich interessante Einheit eintragen. Dabei wurden zum Beispiel Themen wie „Zukunftswerkstatt – Oldau 2030“, „Wer bin ich“, „Q&A zu sozialen Berufen“ oder ein Bandworkshop angeboten. Daraus entstand sogar eine kleine Band, die den Abendabschluss am Mittwoch komplett selbständig gestaltete.
Die Abendabschlüsse selbst boten jeden Abend nochmal die Möglichkeit mit allen zusammen zu kommen, coolen Lobpreis zu erleben und eine inspirierende Abendandacht zu hören. Dabei scheuten die Referierenden auch in der Vorbereitung teilweise keine Kosten und Mühen ;). Die Morgenimpulse wurden dieses Jahr erfreulicherweise durch Teilnehmer der Leiterkurse gestaltet. Dafür ein großes Dankeschön.
 
Hilfe für die Ukraine 
Wir sagen Danke für:
viele Kollekten, Geld- und Sachspenden. Für zahlreiche
helfende Hände und Köpfe bei so vielen Fragen, Nöten und
auch vor Ort-Problemen. DANKE
Was kann jetzt wichtiger sein als nahe an den Menschen zu sein, die dringend
Hilfe benötigen!
Seit dem 24. Februar 2022 ist nichts mehr, wie es war. In der Ukraine nicht, in
Russland nicht und bei uns auch nicht. Was es heißt vom Krieg bedroht zu sein,
spüren viele Menschen in Westeuropa in diesen Monaten zum ersten Mal, in
einer bislang für sie noch nie dagewesenen Weise. Andere erleben es zum
wiederholten Mal. Das man das heute erlebt, hätten viele von uns nach dem
2.Weltkrieg nicht mehr für möglich gehalten. In so manchen Familien sind die
Geschichten vom 2.Weltkrieg noch lebendig und werden den jüngeren
Familienmitgliedern noch erzählt. Die damalige Befreier-Nation ist für unzählige
Menschen heute zur Bedroher-Nation geworden. Holocaustüberlebende im
Alter zwischen 90 und 100 Jahren sind erneut auf der Flucht, um dem Wahnsinn
ein weiteres Mal zu entkommen. Manchmal sind alte Menschen mit ihren
Enkeln/innen oder auch Urenkeln/innen gemeinsam auf der Flucht. Angesichts
dieses Krieges fühlen sie sich wieder wie die Kinder von damals vor 1945. Jetzt
sind sie auf der Flucht, wieder mit Kindern, die so alt sind wie sie damals. Der
Krieg zerstört ihre Vergangenheit und ihre Zukunft. In welcher Welt leben wir?
Was wird bleiben, wenn Vergangenheit und die Zukunft in Trümmern liegen.
Das Flixbus-Unternehmen fährt zurzeit jede Woche nonstop nach Kiew. Viele
Menschen kehren wieder zurück, obwohl die Brutalität des Krieges kein Ende
zeigt. Aber die Trennung der Familien ist für viele kaum auszuhalten.
Bereits seit Anfang März haben wir fünf Hilfstransorte nach Polen gebracht. Dort
wurde aus- und umgeladen. Unsere Hilfsgüter wurden zusammen mit vielen
anderen Hilfsgütern in die Westukraine gebracht. Dort warteten unsere Leute
aus Kivertsi schon auf die für sie deklarierte Ware, welche sie dann aus dem
Raum Lemberg nach Lutzk und Kivertsi weiter transportierten.

Hier kamen aus ganz Europa Transporte zusammen, doch diese
Transportmöglichkeit ist leider im Mai zum Erliegen gekommen. Die leeren
Transporte, die auf dem Rückweg aus ganz Europa in die Ukraine zurückfuhren,
haben die Humanitäre Hilfe aus ganz Westeuropa unterstützt. Zum einen gibt es
sehr strenge Kontrollen, um einen Handel mit humanitären Gütern, der sich
zwischenzeitlich auch entwickelt hatte, zu unterbinden. Froh und dankbar sind
wir, dass unsere Hilfsgüter unsere Empfänger erreicht haben. Künftig werden wir
unsere Hilfsgüter direkt an die ukrainische Grenze bringen, um keinerlei
Erfahrung mit irgendwelchen dubiosen Zwischenhändlern machen zu müssen.
Während Sie von uns jetzt länger nichts gehört haben, waren wir dennoch nicht
tatenlos. Wir haben neue Wege gesucht, um unsere PartnerInnen in Kivertsi
auch künftig unterstützen zu können. Wir waren und sind im stetigen Kontakt
miteinander und bleiben auch in Zukunft für die Menschen dort engagiert.
Wir haben Tonnen von Lebensmitteln, Kartoffeln, medizinische Geräte für
Krankenhäuser, Medikamente, Nahrung für Säuglinge und Babys, Hygieneartikel,
Dinge des persönlichen Bedarfs für zahlreiche Waisenkinder aus Kivertsi
und Luzk transportiert, die angekommen sind und dankbar angenommen
wurden.

Die Waisenkinder, die zuerst unsere Hilfe erfahren haben, sind inzwischen mit
ihren BetreuerInnen nach Tschechien geflohen, wo sie in guter Obhut sind.
Laufend kommen neue Leute in Kivertsi an, viele Binnenflüchtlinge, die Hilfe,
Schutz und Obdach suchen. Waisenkinder kommen in Gruppen oder auch ganz
allein in Kivertsi an.
Unsere Hilfe kam auch Kindern zugute, die an Zerebralparese, Autismus oder
auch an einer geistigen Behinderung leiden. Des Weiteren sind viele
Schwerverletzte und Verwundete in der Region angekommen, die medizinische
Hilfe und Rehabilitation erfahren. Auch die Versorgung der alten, bettlägerigen
Menschen, die allein sind, ist sehr bedrückend. Die Not ist vielfältig und unsere
Hilfe ist weiterhin sehr gefragt.
Wir bereiten zurzeit den nächsten Transport vor und werden erstmalig direkt zur
ukrainischen Grenze fahren, wo unsere PartnerInnen unmittelbar unsere
Hilfsgüter in Empfang nehmen. Somit wird sich jeder Weg für uns um sieben
Stunden verlängern, plus der Zeit für die Abwicklung der Grenzmodalitäten und
der Warenübergabe. Was für uns zählt ist, dass unsere Waren möglichst
unkompliziert und direkt unsere Menschen in Kiwerzi und Luzk erreichen.
Vor Ort haben wir viele neue Kontakte zu geflüchteten Ukrainerinnen und
Ukrainern, die in unserem Umfeld leben, aufgenommen. Wir waren behilflich bei
der Arbeits- und Wohnungsvermittlung, bei dem Anmeldung- und
Antragsverfahren.

Im Mai hat die Philippusgemeinde in Bünde-Ennigloh mit
vielen Engagierten, Gospelchor, Posaunenchor und der Musikschule Bünde ein
Benefizkonzert ausgerichtet, das sehr gut besucht war.
Es haben sich vertrauensvolle Kontakte entwickelt durch vielfältige
Begegnungen. Bei unkomplizierter, praktischer Hilfe für das alltägliche Leben
kommt man miteinander ins Gespräch und lernt sich kennen und teilt so manche
Sorge. Im Jugendzentrum TimeOut in der Holser Str. 9a in Bünde-Ennigloh
konnte ein Mutter-Kind Café eröffnet werden. Geflüchtete und Nichtgeflüchtete
sind mittwochs von 14:30 Uhr - 16:00 Uhr herzlich eingeladen teilzunehmen. Ein
Sprachkurs findet samstags von 11:00 - 12:30 Uhr statt. In den Ferien haben wir
drei Kinderfeste auf der Wiese der Kreuzkirche/Philippusgemeinde veranstaltet,
die von vielen Kindern gerne besucht wurden. Es erfüllt mich mit Dankbarkeit,
dass diese Angebote von einem ganz gemischten Publikum mit viel Begeisterung
angenommen wurden. Die Kinder hatten eine Menge Spaß und Sprachbarrieren
waren für niemanden ein Problem. Ca. 160 Kinder und Erwachsene haben wir
bei den Ferienaktionen bislang erreicht.

Wir bedanken uns für alle Unterstützung, bleiben Sie mit uns engagiert für die
Menschen in der Ukraine und hier vor Ort.

Wer Menschen dient wird Gott begegnen. Gott ereignet sich dort, wo
Menschen Miteinander und Füreinander tätig sind!


Ulrike Jaeger, Gemeindepädagogin Bünde, im Juli 2022
Rückblick: Mitarbeitenden-Schulung in Oldau 202109.10.
Am 09.10. war es endlich wieder soweit: 56 Mitarbeitende und 17 Referendierende aus dem CVJM Kreisverband und der Region Bünde Ost sind in das Anne-Frank-Haus in Oldau/Hambühren gefahren. Nach der Trennung vergangenes Jahr fanden der Grund-, Aufbau- und Aufbaukurs Plus sowie der Leiterkurs wieder an einem gemeinsamen Ort statt.
Die Woche startete mit einem Eröffnungsgottesdienst zum Thema „Hoffnung für alle“. Jeder Morgen begann mit einem Morgenimpuls, der teilweise von den Teilnehmern des Leiterkurses vorbereitet wurde, mit anschließendem gemeinsamen Frühstück. Danach gab es entweder einen Bibelarbeitsbasar oder im Plenum wurde eine Dialog-Bibelarbeit gehalten. Im Anschluss fanden die gesamte Woche über die Seminare statt, in denen den Mitarbeitern vieles über die Arbeit in den CVJMs sowie zu Themen wie Spielpädagogik, Kommunikation, Konfliktmanagement, Gruppenorganisation, Seelsorge oder Rhetorik gelernt haben. Der Aufbaukurs Plus hat sich außerdem im Seminar „Weltreligionen“ mit dem muslimischen Glauben auseinandergesetzt. Jeder Tag endete mit einem Abendabschluss bei dem eine Abendandacht gehalten und Lobpreislieder geschmettert wurden.
Auch kreative und sportliche Angebote kamen natürlich während der Schulung nicht zu kurz. Bei der Einzelaktionen konnte gebatikt oder Armbänder geflochten werden. Die Tischtennishütte war wieder ein täglicher Treffpunkt vieler während der Pausen. Der obligatorische Spieleabend in der Mitte der Woche hat diesmal die Kreativität des Referendierenteams gezeigt. Nach dem freundlichen Empfang durch die Besatzung eines Flugzeuges stürzte dieses beim Abflug leider ab. Alle an Board mussten sich über die Notrutsche in Form der Riesenrutsche des Amt für Jugendarbeit im Kirchenkreis auf eine einsame Insel retten. Dort trafen sie auf verrückte Hippies, bei denen sie sich nach und nach Material für die Flucht organisieren konnten. Bei der Doppelaktion am Mittwoch konnte man Kanu fahren, Kegeln gehen, nach Celle fahren oder sich bei dem Schuhspiel auf dem Gelände austoben.
Zum Ende der Woche wurden dann die erarbeiteten Andachten (Grundkurs) und Bibelarbeiten (Aufbaukurs) in den jeweiligen Kursen präsentiert. In Leiterkurs hielten die Mitarbeiter ihr persönliches Zeugnis.
Erstmals wurde am vorletzten Abend außerdem ein freiwilliger Geisterlauf durchgeführt. Natürlich gab es dazu am folgenden Tag auch noch eine kurze Einheit für die Mitarbeitenden um die erlebten Dinge auch in der eigenen Mitarbeit anwenden zu können.
Am letzten Abend bildete der Segnungsgottesdienst den Abschluss der Woche. Zum Thema „Gemeinsam aufbrechen“ hielt Welle die Predigt und ermutigte alle zum ganz persönlichen Aufbruch nach der Schulung.
Insgesamt war es wieder eine sehr intensive Woche, die von der besonderen Gemeinschaft geprägt war. Wir sind dankbar, dass dies trotz der anhaltenden Corona Pandemie möglich war.
Lea Kleine-Knefelkamp (CVJM Holsen-Ahle e.V.)